Eugen Daigeler, Würzburg

Noch immer ist von Pius Parsch zu lernen

Ideenreichtum und Ermutigung für liturgische und biblische Bildung

Der Klosterneuburger Chorherr Pius Parsch (1884–1954) zählt zu den großen Vertretern der Liturgischen Bewegung. Pastorale Ziele wie die tätige Teilnahme an der Liturgie oder die intensive Beschäftigung mit der Heiligen Schrift, an deren konkreter Umsetzung Parsch – mit und neben anderen – engagiert gearbeitet hat, sind für unsere Gemeinden zu einem Gut geworden, das allgemein als bewahrens- wie erstrebenswert gesehen wird. Parschs Verdienst für den Durchbruch dieser Anliegen in ungezählte Pfarreien ist unbestreitbar, doch kann sich unser Blick nicht allein auf Vergangenes erstrecken, vielmehr stellt sich die Frage, welche seiner zahlreichen Anstrengungen und Ideen noch heute Impulse zur Förderung des liturgischen Lebens geben.

Der vorliegende Artikel nimmt zunächst die Grundlagen der Arbeit von Pius Parsch, also seine pastorale Situationsanalyse und die theologische Fundierung, in den Blick. Anschließend werden einzelne Schwerpunkte seines Wirkens zur biblischen und liturgischen Bildung dargestellt. Ein dritter Teil versucht mittels einer kurzen Bewertung bzw. Einordnung seines Lebenswerks Impulse für heutiges, pastorales Arbeiten aufzuzeigen.