Das Christentum meisterte im vierten Jahrhundert eine große
Herausforderung: Von einer Minderheit wurde es zu der bestimmenden Religion des
Römischen Reiches. Der Beitrag geht der Frage nach, ob die Parallelen, die man
zwischen der kirchlichen Situation im Römischen Reich und der Gegenwart sehen
kann – es handelt sich immerhin in beiden Fällen um ein Christentum in einer
multikulturellen Gesellschaft –, Wege für die Liturgie von heute aufweisen
können. Gleichzeitig wird die Frage aufgeworfen, ob einige Deutungen dieser Zeit
möglicherweise auf falschen Voraussetzungen aufruhen.