Ralph Kunz, Zürich
Liturgische Bildung in der reformierten Kirche
In der reformierten Gottesdiensttradition wird bekanntlich viel Wert auf die Predigt gelegt. Das Liturgische blieb lange Zeit vor allem auch in der Aus- und Weiterbildung der Theologen und Theologinnen unterbelichtet. Die Studienreform einerseits und neue Modelle der Langzeitweiterbildung andererseits erlauben einen Ausbau der liturgischen Bildungsarbeit. Der dreigestufte modulare Studiengang „Angewandte Liturgik – Präsenz und Präsentation im Gottesdienst“ entspricht den Standards der universitären Weiterbildung („Master of Advanced Studies“) und wird von Kirche und Universität verantwortet. Die kurze Skizze mündet in ein Plädoyer, liturgische Bildung nicht auf die verbi divini minister zu beschränken, sondern die tragende Rolle der Gemeinde, die das Geheimnis des Glaubens feiert, zu beachten.