Nicole Stockhoff, Luzern
Das Lernen, Lehren und Forschen verträgt ein Schielen nach gelebter Anwendung
Die bildungstheoretische Debatte durchlebt einen Wechsel der Betrachtung, der gerne mit dem Slogan „Shift from Teaching to Learning“ gefasst wird. Nicht mehr der Lehrende mit seinem Wissen steht dabei im Focus, sondern der Lernende und dessen Lernprozesse. Diese Veränderung der Betrachtung wird als didaktischer Paradigmenwechsel bezeichnet. Die Auswirkungen führen zu einer veränderten Lehrvermittlung auf universitärem Terrain und tangieren auch die Liturgiewissenschaft. Der vorliegende Beitrag ordnet den Begriff „Liturgische Bildung“ im wissenschaftlichen Zusammenhang ein. Dabei erhält die liturgiewissenschaftliche Lehrvermittlung unter Berücksichtigung von hochschuldidaktischen Lehrmethoden eine erste Einbettung in einem überprüfbaren systematischen Kontext, um konstruktive Perspektiven für den weiterführenden liturgiewissenschaftlichen Diskurs in der universitären Lehre aufzuzeigen.