HlD 65 (2011) 170–180

Jonathan Armin Göllner, Stadtallendorf

Zwischen Erfurt und Kunduz
Erkundungen in einem liturgisch-ekklesiologischen Grenzgebiet

Kirche ist von ihrem Wesen her Versammlung, die sich in unüberbietbar dichter
Weise in der Zusammenkunft zum Gottesdienst zeigt. Das tritt noch einmal deutlicher
hervor, wenn in pastoral besonderen Situationen wie etwa der extremen Diaspora
oder bei Auslandseinsätzen der Militärseelsorge keine gewachsenen Gemeinden
vorhanden sind, die zur Feier des Gottesdienstes zusammenkommen; dennoch
lassen sich hier Menschen über die Grenzen von Konfessionen und Bekenntnissen
hinweg sammeln zur Feier des Glaubens, den mitunter einzelne stellvertretend für
die anderen ausdrücklich teilen. Der Beitrag rückt in den Blick, welche Bedeutung
das kirchliche Amt und die Liturgie haben für das Kirche-Sein und Kirche-Werden.
(Redaktion)