Montag 29. Mai 2017
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Aktuelles

Dr. Karl Amon, Päpstlicher Ehrenprälat, em. Univ.-Prof. (1924-2017)

Prof. Karl Amon war langjähriges Mitglied der Liturgischen Kommission für Österreich und hatte wesentlichen Anteil an der Umsetzung der Liturgiereform im deutschen Sprachraum. 

 

Am 10. Januar 2017 ist Karl Amon, 1960–1987 Professor für Kirchengeschichte und Patrologie an der Universität Graz, 93-jährig verstorben; am 16. Januar 2017 wurde er in seinem Heimatort Bad Aussee beigesetzt. – Neben der historischen Forschung und Lehre hatte Amon – geprägt vom Jugendbund „Neuland“ und von der Liturgischen Bewegung – einen weiteren, zum ersten gut passenden, Arbeitsschwerpunkt: die Liturgie und deren Reform. 1958 veröffentlichte Amon eine komplett umgestaltete Ausgabe des Knabenseminar-Gesangbuchs „Magnificat“; es war ein wegweisendes Buch im Geist der Erneuerung, das zudem etliche Stücke deutscher Gregorianik enthielt. Wegen seiner umfassenden Kompetenz wurde Amon schon früh in die Liturgische Kommission für Österreich (LKÖ) und in andere offizielle Gremien berufen. Der von ihm 1961/1962 redigierte Faszikel mit den Eigenmessen der österreichischen Diözesen bot nach dem Konzil eine wichtige Grundlage für den Regionalkalender und die zugehörigen Texte. 1969 erstellte Amon den ersten Entwurf eines Namenstagskalenders. Im Rat zur Durchführung der Liturgiekonstitution (Consilium) war Amon Consiliarius des Coetus 10 De Ordine Missae. 1970–1974 wirkte Amon maßgebend am deutschen Messbuch mit: Er gehörte dem fünfköpfigen Koordinierungsausschuss an und leitete die Basiskommission 1 „Präfationen“. Für sie wie für andere Mess-Elemente hat Amon außer Übersetzungen neue Texte verfasst. Auch im Österreich-Teil des neuen „Gotteslob“ ist er als Autor vertreten: Die Strophen 2–5 des Epiphanie-Liedes Nr. 810 „Der Abglanz des Vaters“ stammen von ihm.

 

Rudolf Pacik

Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz

Deutsches Liturgisches Institut, Trier

Das Gotteslob

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grafik: Monika Bartholomé

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