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Salzburger Syrien-Tagung: Für die Menschen in Not die Stimme erheben

 

Jahrestagung der Initiative Christlicher Orient in Salzburg eröffnet - Deutsche Syrien-Expertin Helberg hält politische Lösung des Syrien-Konflikts aktuell für unrealistisch und plädiert stattdessen für eine Art Konfliktmanagement, um auf der praktischen Ebene die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen

 

Salzburger Syrien-Tagung: Für die Menschen in Not die Stimme erheben

 

19.9.2022 (KAP) Mit einem Appell, die Not leidende Bevölkerung Syriens wieder stärker in den Blick zu nehmen, hat die diesjährige Jahrestagung der Initiative Christlicher Orient (ICO) in Salzburg begonnen. Die Tagung steht unter dem Titel "Syrien - Wege zum Frieden?!" Die ICO versuche auf verschiedenen Ebenen, durch soziale und pastorale Projekte, dazu beizutragen, "dass die Menschen in Syrien ihre Hoffnung behalten", so ICO-Obmann Slawomir Dadas in seinen Begrüßungsworten am Montagvormittag: "Wir wollen den Menschen die Gewissheit geben, dass wir an sie denken, dass wir uns für sie einsetzen und dass wir für sie unsere Stimme erheben."

 

Die deutsche Politologin und Journalistin Kristin Helberg eröffnete die Tagung mit einem Überblick über die aktuelle politische Lage in Syrien. Sie zeichnete ein sehr differenziertes Bild der Lage vor Ort und der involvierten politischen und militärischen Kräfte. Eine politische Lösung des Syrien-Konflikts hielt Helberg aktuell für unrealistisch. Sie plädierte vielmehr für eine Art Konfliktmanagement, um auf der praktischen Ebene die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Die großen politischen Fragen müsse man ausklammern, so die Politologin.

 

90 Prozent der Bevölkerung lebten unter der Armutsgrenze, die Hälfte der syrischen Bevölkerung lebe aufgrund des Krieges zudem nicht mehr in ihren eigenen Häusern und Wohnungen. Das Land befinde sich in einer politischen Sackgasse, mit militärischer Unsicherheit und einer ungeheuren humanitären und wirtschaftlichen Krise. Syrien ist geteilt in vier Herrschaftsbereiche: die von der Regierung gehaltenen Teile, die Gebiete der Kurden im Nordosten, die von islamistischen Milizen mit Unterstützung der Türkei gehaltene Region Idlib und die von der Türkei eroberten Gebiete im Norden.

 

Helberg sprach sich für eine "Entpolitisierung der humanitären Hilfe" aus und kritisierte in diesem Zusammenhang die UN-Hilfe für Syrien, die zur Gänze über die syrische Regierung läuft. 43 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern in den vergangenen Jahren seien deshalb großteils verpufft. Allein die Hälfte davon fließe aufgrund des Wechselkurses in die syrische Zentralbank. Die UN habe sich damit leider arrangiert, bedauerte Helberg, mahnt zugleich aber ein, dass die UN wieder eine Position der Stärke einnehmen müsse. Letztlich sei die syrische Regierung von diesen Hilfsgeldern abhängig. Zudem sollten auch wesentlich mehr Hilfsgelder in die autonomen Kurdengebiete im Nordosten des Landes fließen, zeigte sich die Politologin überzeugt, die vor dem Krieg einige Jahre in Syrien lebte. Im Kurdengebiet sei auch die Menschenrechtslage wesentlich besser als im Regierungsgebiet, so Helberg.

 

Zu den westlichen Sanktionen sagte die Politologin, dass nicht alle Sektoren von den Sanktionen betroffen seien, die Einfuhr von Medikamenten oder landwirtschaftlichen Produkten sei möglich. Freilich sei das alles in der Praxis nicht immer leicht zu trennen und im Endeffekt leide die einfache Bevölkerung immens unter den Sanktionen. Mit der pauschalen Forderung, alle Sanktionen aufzuheben, mache man es sich aber zu einfach, befand Helberg. Sie plädierte etwa dafür, eine teilweise Aufhebung an Bedingungen zu knüpfen, etwa humanitäre Hilfe im ganzen Land zuzulassen.

 

Ein großes Problem sei auch die gesellschaftliche Zerrissenheit des Landes, bedingt durch Diktatur und Krieg. Die Syrer bräuchten Räume, um sich gegenseitig besser verständigen zu können. Im Land selbst sei das allerdings nicht möglich. Hier sehe sie allerdings bei den vielen Syrern im Westen Chancen.

 

Helberg skizzierte in ihren Ausführungen die aktuelle Lage in allen syrischen Regionen. Besonders schlimm sei die humanitäre Situation in der Region Idlib, die von islamistischen Gruppen kontrolliert wird und in die so gut wie keine Hilfsgüter fließen würden, berichtete die Politologin.

 

Schwierig sei auch die Lage in jenen Gebieten, die von der Türkei erobert und von verbündeten Jihadistischen Milizen gehalten werden. Das Ziel des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sei das Ende der kurdischen Autonomiegebiete bzw. zumindest ein ausgedehnter "Sicherheitsstreifen" an der türkischen Grenze. Hunderttausende Menschen wurden aus diesen Grenzgebieten vertrieben, so Helberg.

 

Hochkarätige Tagung

 

Mit dabei bei der ICO-Tagung in Salzburg sind u.a. der armenisch-apostolische Bischof von Damaskus, Armash Nalbandian, der Franziskaner P. Ibrahim Alsabagh aus Aleppo und der oberösterreichische Jesuit P. Gerald Baumgartner, der seit rund eineinhalb Jahren in Homs lebt und wirkt. Zu Wort kommen werden auch noch der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler, die Wiener Orient-Expertin Gudrun Harrer und Österreichs Botschafter in Syrien, Peter Krois.

 

P. Baumgartner wird über die Tagung hinaus am Dienstag, 20. September, um 18.30 Uhr in Linz im Pfarrzentrum Don Bosco (Fröbelstraße 30) einen Vortrag über seine Arbeit in Homs halten. P. Alsabagh ist am Mittwoch, 21. September, um 19.30 Uhr im Wiener Ordenszentrum "Quo vadis?" (1., Zwettlerhof, Stephansplatz 6) zu Gast.

 

Die in Linz ansässige Initiative Christlicher Orient (ICO) unterstützt seit mehr als 30 Jahren die Christen im Orient. Zahlreiche Hilfsprojekte werden jedes Jahr in Syrien, im Irak, im Libanon, in Palästina und in Jordanien umgesetzt. Laut Jahresbericht konnte die ICO 2021 insgesamt 93 Projekte mit einem Wert von gut 1,3 Millionen Euro realisieren. In Syrien waren es 30 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 522.000 Euro.

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