Revision des Messbuchs tritt in nächste Phase
Nach der Erstellung neuer Inhalte für das zukünftige deutschsprachige Messbuch beginnt jetzt die zweite Phase: eine moderate Revision von Texten des bestehenden Messbuchs. Dafür wird ab heute (2. November 2026) ein breit angelegter öffentlicher Konsultationsprozess durchgeführt.
Zur Beteiligung an der Revision sind Personen aus Fachkreisen und aus der pastoralen Praxis eingeladen.
Vom 2. November 2026 bis 30. Juni 2027 kann über eine Online-Eingabemaske ein eventueller Revisionsbedarf zu einem bestimmten Text im bisherigen Messbuch zurückgemeldet werden. Dazu ist die betreffende Textstelle zu benennen und ein entsprechender Änderungsvorschlag vorzulegen. Eine kurze Begründung hilft dabei, die Rückmeldung für die weitere Arbeit auszuwerten.
Die Online-Eingabemaske ist erreichbar unter:
https://www.umfrageonline.com/c/messbuch
Ziel der Messbuch-Revision
ist – nach dem Beschluss der Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets – eine moderate Überarbeitung der bestehenden Messbuch-Texte, ohne diese aus der lateinischen Vorlage generell neu zu übersetzen. Daher können Rückmeldungen allgemeiner Natur und umfassende Fragestellungen nicht berücksichtigt werden. Die Online-Rückmeldung eröffnet die Möglichkeit, die Erfahrungen aus mehr als 50 Jahren pastoralliturgischer Praxis seit der Veröffentlichung des deutschsprachigen Messbuchs einzubringen.
Erprobungsprozess in ausgewählten Gemeinden
Von der öffentlichen Konsultation zu unterscheiden ist ein Erprobungsprozess neuer Messbuch-Texte: Ein Teil der für das zukünftige Messbuch neu erarbeiteten Texte wird in der ersten Jahreshälfte 2027 in ausgewählten Kirchengemeinden und Ordensgemeinschaften in der Liturgie erprobt. Die entsprechenden Pfarreien bzw. Seelsorgeeinheiten und Ordensgemeinschaften wurden von den Diözesen des Sprachgebiets sowie in Absprache mit Verantwortlichen der Orden vorgeschlagen.
Messbuchrevision – Projektplan
Die Erarbeitung der Neuausgabe des deutschsprachigen Messbuchs ist dreistufig angelegt:
In der ersten Projektphase wurden die neuen Texte des Missale Romanum 2002/2008 übersetzt. Außerdem wurden Perikopenorationen – das sind Tagesgebete, die auf die Schriftlesungen der Sonn- und Feiertage Bezug nehmen – nach dem Vorbild anderer volkssprachiger Messbücher erstellt.
In der nun beginnenden zweiten Phase sollen die im jetzigen deutschsprachigen Messbuch enthaltenen Texte einer moderaten Revision unterzogen werden.
Der letzte Teilschritt beinhaltet die Ergänzung und Verzahnung aller Inhalte (inkl. Eigentexte und Eigenriten des deutschen Sprachraums), ehe die Approbation durch die Bischöfe des deutschen Sprachraums, die römische Konfirmierung bzw. Rekognoszierung, die Redaktionsarbeiten und die Drucklegung des neuen Messbuchs folgen.
Die Revision wurde im Jahr 2024 begonnen. Dafür sind von den zuständigen bischöflichen Gremien eine Projektleitung sowie vier international zusammengesetzte Arbeitsgruppen eingerichtet.
Die „Konferenz Liturgie der Kirche im deutschen Sprachgebiet“ (KLD) verantwortet im Auftrag der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie der (Erz-) Bischöfe von Luxemburg, Vaduz und Bozen-Brixen das Gesamtprojekt.
Der österreichische "Liturgiebischof", Weihbischof Dr. Anton Leichtfried, zeigt sich gegenüber akathpress erfreut darüber, dass in den Arbeitsgruppen bereits sehr gut gearbeitet worden ist. Er sei außerdem dankbar für die starke österreichische Beteiligung am Gesamtprojekt.
Weiterführende Informationen zur Messbuch-Revision
finden sich in Fachbeiträgen der
Zeitschrift GOTTESDIENST oder unter liturgie.de/messbuch-revision.
