Der Beitrag untersucht die vielfältige Darstellung des Apostels Petrus im Salzburger Dom und deutet sie ikonographisch sowie in ihrem geistlichen
Gehalt. Petrus erscheint in unterschiedlichen Bildprogrammen als Wegweiser zum Glauben, als Begleiter Jesu, als Zeuge von Leiden und Auferstehung sowie als Repräsentant kirchlicher Autorität. Besonders im nachtridentinischen Kontext wird seine Rolle als Träger der Schlüsselgewalt und als Fundament der Kirche hervorgehoben, was zugleich das Bekenntnis zum Papsttum unterstreicht.
MMMag. Dr. Roland Kerschbaum
ist Priester, Historiker und Kunsthistoriker, in der Erzdiözese Salzburg trägt er Verantwortung als Diözesankonservator, Pfarrer und Domkapitular.