Der Beitrag interpretiert die ars celebrandi von Papst Franziskus vor dem Hintergrund ignatianischer Spiritualität. Die liturgische Schlichtheit wird nicht als Defizit, sondern als Ausdruck einer missionarischen, diakonalen und kontextsensiblen Pastoral verstanden. Ausgehend von zentralen Merkmalen jesuitischer Spiritualität wie Sendungsorientierung, Weltbezug und Unterscheidung der Geister werden wesentliche liturgische Akzente seines Pontifikats analysiert: Förderung von Inkulturation und Synodalität, Aufwertung des Wortes Gottes, eine am konkreten Menschen orientierte Liturgie. Franziskus verband Liturgie konsequent mit dem pastoralen Auftrag der Kirche.
Univ.-Prof. em. Dr. Andreas Redtenbacher CanReg.
ist Direktor des Pius-Parsch-Instituts und langjähriges Mitglied in der Liturgischen Kommission für Österreich und im Redaktionsteam von Heiliger Dienst.